Simbabwe: ADRAs Einsatz für Bildung

Die zehnjährige Plaxedes war so begeistert von ihrer neuen Schule in Simbabwe, dass sie schon früh in den Unterricht ging. Etwa drei Monate zu früh. Der Grundstein war gerade erst gelegt worden, als sie auf dem Gelände ihrer zukünftigen Schule - einem von 10 ADRA-Klassengebäuden, die im Gokwe North District gebaut werden - ankam und ihre Hilfe anbot.

Die Gemeindemitglieder, die mit dem Gießen der Ziegel beauftragt waren, gaben ihre Kinder dankbar in ihre Obhut, und Plaxedes kehrte jeden Tag zur Baustelle zurück, um auf sie aufzupassen.

Ihre Hoffnungen nahmen mit dem Gebäude Gestalt an, und als die Wände hochgezogen wurden, entstaubte Plaxedes einen Traum, den sie lange für unmöglich gehalten hatte: Sie wollte Krankenschwester werden.

“Vor sechs Monaten dachte ich noch, ich könnte niemals Krankenschwester werden”, sagte die Zweitklässlerin. “Aber wenn ich mir die Schule ansehe, die ADRA baut, bin ich mir jetzt sicher, dass ich es werden kann.”

Bevor ADRA Klassenräume zur Verfügung stellte, ging Plaxedes in einer schwach beleuchteten Lehmhütte zur Schule, die nur mit einem Holzscheit möbliert war. Der kleine und ungemütliche Raum erschwerte das Lernen; die Regenzeit machte es praktisch unmöglich. Plaxedes besuchte die Schule so oft wie möglich, aber sie begann, den Glauben an ihre Ziele für die Zukunft zu verlieren. Sie wusste, dass dieses Lehmhütten-Klassenzimmer ihr nicht das geben konnte, was sie brauchte.

Diese Lehmhüttenklassen sind in Gokwe Nord weit verbreitet, wo die nächste richtige Schule oft nicht zu Fuß erreichbar ist. Da sie es sich nicht leisten können, ihre Kinder so weit weg zu schicken, bauen die Gemeinden diese “Satellitenschulen” aus Lehm und Stöcken in dem Glauben, dass ein wenig Bildung besser ist als gar keine.

ADRA kam mit dem Plan in das Gebiet, fünf Schulen in fünf Dörfern zu bauen. Jede Schule umfasst zwei Klassenzimmer, zwei Latrinen, eine Handwaschstation und einen Regenwassersammeltank. Insgesamt werden in diesen Schulen 1 455 Schüler unterrichtet.

Das bedeutet, dass Plaxedes und 1.454 andere Kinder die Chance haben, ihre Träume zu verwirklichen und sich eine neue Zukunft vorzustellen. Und für viele dieser Schüler können ihre Träume jetzt sehr wohl wahr werden.

“Ich bin dankbar für diese Schule”, sagte Plaxedes. “Bildung gibt mir Hoffnung.”