Ruanda: Ziegenfarm zahlt für Bildung

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Von ADRA International
Veröffentlicht am 18. Dezember 2014

Cynthia ist nicht wie die meisten 9-Jährigen. Wenn sie von der Schule nach Hause kommt, schaut sie nicht als Erstes fern oder macht sich einen Snack. Sie fängt auch nicht sofort mit den Hausaufgaben an oder macht ein Nachmittagsschläfchen. Das erste, was Cynthia tut, wenn sie von der Schule nach Hause kommt, ist, nach ihrer Ziege zu sehen. Und sie hat guten Grund dazu, denn diese Ziege schickt sie zur Schule.

Cynthia ist eine von 127 Studenten, die von ADRAs Patenschaftsprogramm betroffen sind. Aber es handelt sich nicht einfach um eine Patenschaft im Stil von Bargeld für Studiengebühren. Ein solches Programm ist nicht nachhaltig - wenn das Geld weg ist, ist es weg. Eine Ziege hingegen ist ein Geschenk, das immer weitergegeben wird. Vor allem eine weibliche Ziege, die bis zu drei Mal im Jahr weitergibt. Und im landwirtschaftlich geprägten Gatsibo-Distrikt im Osten Ruandas kommt ein solches Geschenk gut an. Der Dung düngt die Feldfrüchte, die wiederum die Ziegen und die Menschen ernähren, wodurch ein sich ausbreitendes System von Gesundheit und Wohlstand entsteht.

Dan, ein 8-jähriger Empfänger einer Ziege, hat seine Großzügigkeit im wahrsten Sinne des Wortes an seine Nachbarn weitergegeben. Als seine Ziege zwei Zicklein zur Welt brachte, gab er eines an die Familie nebenan. “Ich wollte einen Beitrag zum Frieden leisten”, sagte er. In der Gesellschaft nach dem Völkermord sind solche Gesten von unschätzbarem Wert für die Förderung der Einheit und bleiben nicht unbemerkt. Viele andere Studenten haben ihren Nachbarn ebenfalls Babyziegen geschenkt.

Diese Ergebnisse sind genau das, was ADRA anstrebt. Geld zu geben ist nützlich, aber sehr vorübergehend. Eine Ziege hingegen lehrt Nachhaltigkeit und Verantwortlichkeit und bindet die Gemeinschaft in ein gemeinsames Ziel ein. Und ja, sie verschafft auch ein Einkommen - auf lange Sicht weit mehr, als man mit einer einzigen Geldspende geben könnte.

Cynthias Mutter weiß das, denn sie hat beobachtet, wie ihre Tochter die Ziege pflegt und verantwortungsbewusst die Früchte erntet. “Ich mache mir keine Sorgen mehr um das Studium meiner Tochter”, sagt sie. “Dank der Ziege wird sie ihr Studium ohne Probleme abschließen können.”

Einige Schüler brauchen Nachhilfelehrer, andere einen speziellen Lehrplan und wieder andere brauchen einfach nur eine Ziege.

*Herausgegeben von der Adventist Development and Relief Agency (ADRA), dem humanitären Hilfswerk der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Erfahren Sie mehr über ADRA.

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An African woman from Rwanda nearly and holding her child in a field as part of an ADRA program.

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