
Vor drei Monaten verkümmerte Esa aus Mangel an Nahrung. Aufgrund der landesweiten Instabilität gab es in dem kleinen jemenitischen Dorf Al-Noba nur wenig zu essen für den Einjährigen. Zwar litt auch der Rest seiner Familie unter dem Hunger, doch der kleine Esa litt am meisten. Seine Arme waren dünn, sein Babyspeck war verschwunden, und seine frühere Verspieltheit wurde durch Lethargie und Müdigkeit ersetzt.
“Es war unbeschreiblich”, sagte seine Mutter, Aswan. “Ich fühlte aus tiefstem Herzen Schmerz, weil ich nichts tun konnte, um ihm zu helfen.”
Als ADRA in sein Dorf kam, um den Bedarf zu ermitteln, fanden sie hungernde Familien und unterernährte Kinder vor. Esa gehörte zu denen, die in eine Klinik für hungrige Kinder wie ihn geschickt wurden. Dort erhielt er Medikamente und ein spezielles Ernährungsprogramm, um die Unterernährung zu bekämpfen. Außerdem wurde seine Familie als Begünstigte des Lebensmittelkorbs ausgewählt, der Bedürftige mit Reis, Milch, Eiern, Joghurt, Käse und Zucker versorgt.
Jetzt ist der kleine Esa gar nicht mehr so klein. Dank dieses lebensrettenden Eingriffs wächst das Kleinkind von Tag zu Tag, spielt wie andere Kinder und kann wieder ein Kind sein.