Rekord-Erdbeben erschüttert Japan: ADRA antwortet
SILVER SPRING, Md. - Ein starkes Erdbeben der Stärke 8,9 erschütterte den Inselstaat Japan, beschädigte die Infrastruktur und löste einen gewaltigen Tsunami aus, der die nordöstliche Küste Japans überschwemmte und ersten Medienberichten zufolge Hunderte von Menschen tötete. Die Adventistische Entwicklungs- und Hilfsorganisation (ADRA) reagiert, koordiniert die Maßnahmen und prüft die Bedürfnisse in den am stärksten betroffenen Gebieten im Norden Japans.
ADRA hat eine erste Hilfsmaßnahme in Höhe von $25.000 zugesagt und ein Bewertungsteam in das betroffene Gebiet geschickt, um die Lage zu beurteilen und eine umfassendere Hilfe vorzubereiten. ADRA Japan versorgt Zugreisende, die in Tokio festsitzen, mit Lebensmitteln und Unterkünften. Dies geschieht in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Zentral-Tokio.
Bislang wurden 88 Tote bestätigt, und mindestens 349 Menschen werden vermisst. Die örtliche Polizei berichtet, dass in der nordöstlichen Küstenstadt Sendai weitere 200 bis 300 Leichen gefunden wurden und die Zahl der Opfer noch steigen dürfte. Ersten Berichten zufolge wurde die Infrastruktur, darunter mindestens drei Kernreaktoren, stark beschädigt.
Das Rekordbeben, das siebtstärkste in der Geschichte und das stärkste, das Japan seit mindestens 100 Jahren heimgesucht hat, löste einen 7 Meter (23 Fuß) hohen Tsunami aus, der Boote, Autos und Häuser wegspülte und gleichzeitig mehrere Großbrände auslöste, die außer Kontrolle gerieten. In den Stunden nach dem Erdbeben wurden mehr als 50 Nachbeben registriert, viele von ihnen mit einer Stärke von über 6,0.
ADRA überwacht und bewertet die Situation derzeit. Sobald die Hilfsmaßnahmen ausgeweitet werden, werden wir Sie auf dem Laufenden halten.