Pakistan: ADRA reagiert auf Erdbeben der Stärke 5,8

Punjab, Pakistan (8. Oktober 2019) -- Ein starkes Erdbeben der Stärke 5,8 hat mehrere Distrikte in Pakistan erschüttert, wobei Berichten zufolge 37 Menschen ums Leben kamen und mehr als 723 verletzt wurden. Die Bezirke wurden auch von Nachbeben der Stärke 3,6 und 3,7 sowie von einem weiteren Beben der Stärke 4,7 auf der Richterskala getroffen. Die beiden am stärksten betroffenen Bezirke befinden sich nach offiziellen Angaben in Mirpur und Jhelum.

Die Rettungsbemühungen der Regierung sind im Gange, wurden jedoch durch stark beschädigte Straßen und Fahrzeugunfälle verzögert, so dass die Verletzten nicht erreicht und die Vermissten nicht gefunden werden konnten. Es wird geschätzt, dass mehr als 90.000 Menschen direkt von dem Erdbeben und den Erschütterungen betroffen sind. 

Das Epizentrum lag nach Angaben von Meteorologieexperten in der Nähe der Bergstadt Jehlum in der östlichen Provinz Punjab. Fernsehbilder zeigten, wie Bewohner aus Angst vor einem weiteren Beben aus ihren Häusern auf die Straßen eilten. 

ADRA in Pakistan hat ein Team entsandt, um die Schäden in dem betroffenen Gebiet zu begutachten und koordiniert mit den lokalen Behörden in Mirpur und Jhelum die Bereitstellung von Hilfe. 

“Der unmittelbare Bedarf, den wir bisher festgestellt haben, sind Unterkünfte für Familien”, sagt Brendon Irvine, stellvertretender Landesdirektor von ADRA in Pakistan und Direktor für Programme und Planung bei ADRA in Asien. “Viele Häuser wurden beschädigt, und es gibt auch einen großen Bedarf an sauberem Trinkwasser und Nahrungsmitteln.” 

ADRA konnte 80 Zelte als Notunterkünfte bereitstellen, in denen bis zu sieben Personen untergebracht werden können. Das Team hat außerdem eine Lebensmittelverteilung koordiniert, die fast 400 Familien ernähren wird. Die Mahlzeiten reichen schätzungsweise für eine Familie bis zu 10 Tage. 

“Die Dorfbewohner in Mirpur versuchen, ihre Häuser selbst zu reparieren, und diejenigen, die sich das nicht leisten können, sind auf die Hilfe der Regierung angewiesen. In der Zwischenzeit arbeiten die Männer einiger Haushalte nicht und bleiben lieber bei ihren Familien, um ihre Häuser zu schützen. ADRA plant, noch einige Tage vor Ort zu bleiben, um die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser sicherzustellen”, sagt Irvine. 

Das letzte gemeldete Erdbeben in Pakistan ereignete sich 2005 und hatte eine Stärke von 7,6, wobei Tausende von Menschen ums Leben kamen. 

Über ADRA

Das Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfswerk ist der internationale humanitäre Arm der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Ihre Arbeit stärkt Gemeinschaften und verändert Leben rund um den Globus, indem sie nachhaltige Gemeinschaftsentwicklung und Katastrophenhilfe leistet. Weitere Informationen finden Sie unter ADRA.org.