Madam Tshibi Tshitambalas Reise zur Alphabetisierung

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Von ADRA International
Veröffentlicht am 1. Januar 2024

Im Herzen von Mungamba, einem pulsierenden Gesundheitszentrum in einer ländlichen Gegend der Demokratischen Republik Kongo in der Provinz Kasai, Territorium Kamonia, lebt Frau Tshibi Tshitambala Josephine. Die Geschichte der 65-jährigen Tshibi Tshitambala, die neun Kinder hat, ist ein Beweis für die transformative Kraft der Bildung.

Das Leben von Tshibi Tshitambala war geprägt von einer frühen Heirat und finanziellen Schwierigkeiten. Ihr fehlte die Grundbildung, die viele für selbstverständlich halten. Doch ihre jüngsten Erfolge zeugen von Hoffnung und Widerstandsfähigkeit – dank der Unterstützung durch das ADRA-Projekt „Bureka-II“, das vom USAID/BHA-Programm zur Förderung der Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten finanziert wird.

Tshibi Tshitambala Josephines frühe Lebensjahre waren von Widrigkeiten geprägt. Sie wurde in eine Familie mit bescheidenen finanziellen Mitteln hineingeboren und in jungen Jahren verheiratet, was in ihrer Gemeinschaft üblich ist. Infolgedessen blieb Tshibi Tshitambala eine formale Schulbildung verwehrt, da die Einschränkungen ihrer Lebensumstände ihr Potenzial erstickten. Jahrzehntelang lebte sie mit dem Bedauern, weder lesen noch schreiben zu können, was sie daran hinderte, sich voll und ganz in ihrer Gemeinschaft einzubringen und ihre Familie so zu unterstützen, wie sie es sich gewünscht hätte.

Das Leben von Tshibi Tshitambala nahm jedoch eine entscheidende Wende, als Bureka-II in ihrem Dorf ein Alphabetisierungsprogramm ins Leben rief. Diese Initiative zielte darauf ab, Erwachsene zu stärken, denen – wie Tshibi Tshitambala – früher im Leben Bildungschancen verwehrt geblieben waren. Das Ziel des Programms war klar: die Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen von Frauen zu vertiefen, ihnen neue Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten zu vermitteln und ihre Fähigkeiten im Umgang mit Finanzen zu stärken.

Zunächst zögerte Tshibi Tshitambala. Der Gedanke, nach so vielen Jahren wieder in ein Klassenzimmer zurückzukehren, war beängstigend. Doch getrieben von dem Wunsch, ihr Leben zu verändern und ein Vorbild für ihre Familie zu sein, wagte sie den mutigen Schritt und schrieb sich für das Programm ein. Die Kurse waren auf Erwachsene mit unterschiedlichen Lernbedürfnissen und -geschwindigkeiten zugeschnitten, und Tshibi Tshitambala fand sich in einem unterstützenden Umfeld wieder, in dem sie in ihrem eigenen Tempo lernen konnte.

Im Rahmen des Programms erlernte Tshibi Tshitambala grundlegende Fähigkeiten. Sie lernte, einfache Sätze zu lesen und zu schreiben, und vor allem, ihren eigenen Namen zu schreiben – ein Meilenstein, der sie mit großem Stolz erfüllte. Diese Fähigkeiten mögen manchen grundlegend erscheinen, doch für Tshibi Tshitambala Josephine bedeuteten sie neu gewonnene Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Einer der bemerkenswertesten Aspekte von Tshibi Tshitambala Josephines Lebensweg ist, wie sich ihre neu erworbenen Lese- und Schreibfähigkeiten positiv auf ihre Familie ausgewirkt haben. Da Tshibi Tshitambala lesen und schreiben kann, übernimmt sie die Rolle einer Nachhilfelehrerin für ihre Enkelkinder. Diese Rolle ermöglicht es ihr, zu deren Bildung beizutragen, indem sie ihnen bei den Hausaufgaben und Leseaufgaben hilft. Ihre Enkelkinder, die anfangs von den neuen Fähigkeiten ihrer Großmutter überrascht waren, sehen in ihr nun eine Quelle der Unterstützung und Ermutigung.

Die Geschichte von Tshibi Tshitambala Josephine endet nicht mit ihren persönlichen Erfolgen, sondern wirkt sich auch auf die gesamte Gemeinschaft aus. Ihr Erfolg hat andere Menschen in Mungamba dazu inspiriert, nach ähnlichen Möglichkeiten für sich selbst zu suchen. Sie ist zu einem Symbol dafür geworden, was möglich ist, wenn Erwachsene eine zweite Chance zum Lernen erhalten. Tshibi Tshitambala teilt ihre Erfahrungen oft mit anderen und ermutigt sie, ihre Bildungsbarrieren zu überwinden.

Die Auswirkungen des Rechen- und Alphabetisierungsprogramms von Bureka auf das Leben von Tshibi Tshitambala Josephine können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Durch die Bereitstellung von Hilfsmitteln zur Alphabetisierung hat das Programm nicht nur ihr persönliches Leben verändert, sondern ihr auch ermöglicht, eine aktivere und erfüllendere Rolle in ihrer Familie und ihrer Gemeinschaft zu spielen. Die Geschichte von Tshibi Tshitambala Josephine ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, welch tiefgreifenden Unterschied Bildung bewirken kann – unabhängig vom Alter oder den bisherigen Lebensumständen.

Letztendlich ist der Lebensweg von Frau Tshibi Tshitambala Josephine eine Hommage an die Widerstandsfähigkeit, das Lernen und die Fähigkeit des menschlichen Geistes, sich weiterzuentwickeln. Ihr Erfolg ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie gezielte Bildungsprogramme den Kreislauf der Benachteiligung durchbrechen und Menschen befähigen können, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

*Herausgegeben von der Adventist Development and Relief Agency (ADRA), dem humanitären Hilfswerk der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Erfahren Sie mehr über ADRA.

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