Liberia: ADRAs Mission, Ebola-Opfern durch Bildung zu helfen

Am ersten Schultag geht Jo durch vertraute Straßen. Als er das Schulhaus erreicht, ist es nicht anders als zuvor. Weniger Menschen, die sich auf der Straße aufhalten, vielleicht. Weniger lachende Kinder auf dem Vorgarten.

Vor einem Jahr war der Ausbruch von Ebola in Westafrika ein wachsendes Gerücht. Er entwickelte sich zum tödlichsten Ausbruch der Geschichte. Im Zentrum der Katastrophe stehen Gemeinschaften, die durch Verlust und Angst gelähmt sind, und in ihnen Familien, die sich gegenseitig begraben, bis niemand mehr die Schaufel halten kann.

Jo ist ein Überlebender in der tragischsten Definition des Wortes. Er überlebte das Ebola-Virus, verlor aber seine Mutter, seinen Vater und alle sechs seiner Geschwister. Mit 10 Jahren fängt er jetzt neu an.

Der erste Schritt beginnt in der Schule. Fast ein Jahr lang stand sie leer, ein stummer Zeuge des Chaos, das in dem kleinen liberianischen Dorf Bulorquellen herrschte. Heute sind ihre Türen wieder geöffnet. Die Kinder der sich erholenden Gemeinde sind zurückgekehrt.

Als der Ausbruch begann, arbeiteten die ADRA-Mitarbeiter vor Ort in den Gemeinden, um die Ausbreitung von Ebola zu verhindern und Hilfe zu leisten. Heute ist der Bedarf an Schutzausrüstung durch den Bedarf an Schulmaterial ersetzt worden. Dafür und für mehr ist ADRA da.

Für Kinder, die sich erholt haben, kann in den Schulen Abhilfe geschaffen werden. Mit Handwaschstationen und Gesundheitsvorträgen sorgen wir dafür, dass die Gesundheit von Kindern und Lehrern erhalten bleibt, und mit Rucksäcken voller Schulbedarf helfen wir den Kindern, wieder an die Zukunft zu glauben.