Indien: Zyklon Thane schlägt zu, ADRA antwortet
SILVER SPRING, Md. - Das neue Jahr begann tragisch für die 18.000 Menschen in den indischen Distrikten Cuddalore und Pondicherry, die in Regierungsgebäuden und Schulen Schutz suchten, nachdem der Zyklon Thane in der Morgendämmerung des 1. Januar mit einer Geschwindigkeit von 125 km/h auf die Küste traf. Das Adventistische Entwicklungs- und Hilfswerk (ADRA) hat sofort auf die Situation reagiert und die vom Wirbelsturm betroffenen Menschen mit Nahrungsmitteln und Notunterkünften unterstützt.
ADRA führt weiterhin detaillierte Bestandsaufnahmen in den betroffenen Gebieten durch und hat sich mit verschiedenen lokalen Verwaltungsbehörden getroffen, um Informationen über die aktuelle Lage und die Bemühungen der Regierung sowie über die von anderen Akteuren zugesicherte Unterstützung zu sammeln. ADRA verteilte dringend benötigte Nahrungsmittel an mehr als 1.200 betroffene Familien in den Dörfern Ariundhamanglam, Panruthi Talik, Cuddalore District, TN palayam Colony und Pondicherry District.
Der Zyklon Thane hat an der Küste von Tamil Nadu, insbesondere an der Nordküste der Bezirke Cuddalore und Villupuram, größere Auswirkungen hinterlassen. Meldungen über Todesopfer aus verschiedenen Teilen des Bezirks Cuddalore haben die Zahl der Todesopfer in diesem Bezirk auf 31 und in Tamil Nadu und Pondicherry auf 48 ansteigen lassen. Die Behörden wurden aufgefordert, die Stromversorgung wiederherzustellen und eine regelmäßige Wasserversorgung in den betroffenen Gebieten zu gewährleisten. Die Feuerwehr war mit der manuellen Beseitigung der entwurzelten Bäume beschäftigt, während die Wiederherstellung der Stromversorgung der Wasserpumpstationen Priorität hatte.
Lebensnotwendige Güter wie Wasser, Milch, Kerosin und Erdölprodukte sind im Bezirk Cuddalore knapp geworden, nachdem die Versorgungskette aufgrund von Straßensperren durch entwurzelte Bäume unterbrochen wurde. Die Trinkwasserversorgung wird durch Tankwagen aufrechterhalten, die aus Chennai, Trichy, Thiruvanamalai, Perambalur und Dharmapuri bereitgestellt werden. Obwohl die örtliche Verwaltung Vorkehrungen für die Trinkwasserversorgung getroffen hat, mussten die Bewohner in den betroffenen Bezirken nach Wasser suchen. Auch der Strom wurde komplett abgeschaltet, so dass der gesamte Bezirk im Dunkeln lag. Ersten Schätzungen zufolge wurden mindestens 10.000 Strommasten im gesamten Bezirk beschädigt und eine beträchtliche Anzahl von Transformatoren außer Betrieb gesetzt.