Ruanda: ADRA verbessert die hygienischen Bedingungen in einem Durchgangslager
SILVER SPRING, Md. – Seit den heftig umstrittenen Präsidentschaftswahlen im November 2011 ist die politische Lage in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) instabil. Seitdem suchen kongolesische Flüchtlinge in Ruanda Zuflucht, um den Zusammenstößen zwischen den Regierungstruppen der DRK und bewaffneten Milizen zu entkommen. Die Adventist Development and Relief Agency (ADRA) ist im Transitlager Nkamira in Ruanda tätig und verbessert dort die sanitären Verhältnisse, um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen.
Eine von ADRA durchgeführte Schnellbewertung ergab, dass neben der Verbesserung der sanitären Verhältnisse in Bezug auf Latrinen und Abfallbehälter vor allem Nahrungsmittel, Unterkünfte und Wasser dringend benötigt werden. ADRA reagiert in Abstimmung mit CARE und Oxfam auf die sich verschlechternde hygienische Infrastruktur im Lager, wobei jede Organisation spezifische Bedürfnisse abdeckt. ADRA konzentriert seine Hilfsmaßnahmen auf den Mangel an funktionsfähigen Latrinen und spendet und installiert zu diesem Zweck 20 Latrinen im Lager. Diese neue Einrichtung soll voraussichtlich 1.000 Menschen zugutekommen.
Im gesamten Lager Nkamira, in dem fast 7.000 Flüchtlinge leben, stehen derzeit schätzungsweise 100 Latrinen zur Verfügung. Nach Angaben der Hilfsorganisation sind einige dieser Latrinen bereits seit mehreren Jahren in Gebrauch und werden voraussichtlich bald voll sein und ausfallen. Zudem haben die anhaltenden starken Regenfälle in der Region zu zahlreichen Pfützen mit stehendem, bakterienverseuchtem Wasser geführt, was das Risiko eines Ausbruchs von Cholera und anderen ähnlichen Krankheiten erhöht.
Im Zuge der Ausweitung der Hilfsmaßnahmen von ADRA werden weitere Informationen veröffentlicht.