Jedes Jahr am 20. Juni begeht die Welt den Weltflüchtlingstag, um den Mut und die Widerstandskraft von Millionen von Menschen zu würdigen, die aufgrund von Konflikten, Gewalt und Verfolgung gezwungen waren, aus ihrer Heimat zu fliehen.
Im Jahr 2026 leben weltweit mehr als 41 Millionen Menschen als Flüchtlinge. Mehr als 19 Millionen davon sind Kinder.
Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der gezwungen war, seine Heimat zu verlassen. Familien haben ihre Lebensgrundlage, ihre Schulen und ihre Gemeinschaften zurückgelassen, um an fremden Orten Sicherheit zu suchen, und sind nun auf die Unterstützung anderer angewiesen, um Unterkunft, Nahrung, Schutz und Hoffnung zu finden.
Allein im Jahr 2025 wurden 5,4 Millionen Menschen durch Gewalt und Krieg neu vertrieben. Heute ist weltweit etwa jeder 70. Mensch gewaltsam aus seiner Heimat vertrieben worden.
Anlässlich des Weltflüchtlingstages bekräftigt die Adventist Development and Relief Agency (ADRA) ihr Engagement, Flüchtlingen und vertriebenen Familien mit Würde, Mitgefühl und praktischer Hilfe zur Seite zu stehen. Zwar stammen die meisten Flüchtlinge weltweit aus nur einer Handvoll Ländern, doch ihre Bedürfnisse erstrecken sich über Grenzen und Kontinente hinweg. ADRA ist in vielen der Gemeinden präsent, in denen Flüchtlinge Schutz suchen, leistet Nothilfe und unterstützt Familien dabei, ihr Leben wieder aufzubauen.
Seit Dezember 2025 sind mehr als 70.000 Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo ins benachbarte Burundi geflohen. Der plötzliche Zustrom hat die lokalen Ressourcen enorm belastet und zu einer anhaltenden humanitären Notlage geführt.
Als Reaktion darauf versorgt ADRA Burundi gemeinsam mit seinen Partnern bedürftige Familien mit lebensrettender Nahrungsmittelhilfe, sauberem Wasser sowie Sanitär- und Hygieneartikeln.

Der Libanon nimmt nach wie vor eine der weltweit höchsten Pro-Kopf-Zahlen an Flüchtlingen auf, darunter auch Menschen, die aus Syrien und anderen Nachbarländern vertrieben wurden. ADRA Libanon setzt sich unermüdlich für die Unterstützung von Flüchtlingsfamilien ein und stellt ihnen Lebensmittel, Wasser, Hygiene-Sets, Hilfe bei der Unterbringung sowie weitere lebenswichtige Dienstleistungen zur Verfügung.
Das ADRA-Lernzentrum in Baalbek betreut jedes Jahr mehr als 285 Schüler, Kindern, die von Vertreibung betroffen sind, dabei zu helfen, ihre Schulbildung fortzusetzen, Lernrückstände abzubauen und die Betreuung und Unterstützung zu erhalten, die sie benötigen, um sich gut entwickeln zu können.

Dies sind nur zwei von Hunderten von Beispielen dafür, wie ADRA weltweit vertriebenen Familien hilft. Als gläubige Menschen sind wir davon überzeugt, dass jeder Flüchtling, jeder Vertriebene und jede Familie, die vor Gewalt flieht, eine angeborene Würde und einen inneren Wert besitzt. Die Bibel erinnert uns daran, dass Gott die Menschheit nach seinem Ebenbild geschaffen hat (Genesis 1,27).
“ADRA ist sowohl an vielen Orten präsent, aus denen Flüchtlingsfamilien geflohen sind, als auch an den Orten, an die sie geflohen sind”, sagt Paulo Lopes, Präsident von ADRA International. “Und ich möchte, dass Sie wissen: Diese Familien haben die Hoffnung nicht verloren. Sie streben weiterhin nach etwas Besserem. Nach Sicherheit. Nach Würde. Nach einer Zukunft für ihre Kinder.”
An diesem Weltflüchtlingstag stehen wir an der Seite derer, die Sicherheit und eine bessere Zukunft für ihre Familien suchen. Wir weigern uns, den Blick von den Millionen Menschen abzuwenden, die unsere Hilfe brauchen. Wir laden Sie herzlich ein, sich uns anzuschließen indem wir der Menschheit dienen, damit alle so leben können, wie Gott es vorgesehen hat.