ADRA hilft Nigerianern auf der Flucht aus der Elfenbeinküste

SILVER SPRING, Md. - Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs in der Elfenbeinküste im November 2010 sind Zehntausende von Nigerianern aus dem Land geflohen, um sich vor den jüngsten Angriffen zu schützen, die gegen sie gerichtet waren.

Benachbarte frankophone Länder haben die große Zahl nigerianischer Flüchtlinge abgewiesen, so dass Tausende von Männern, Frauen und Kindern gezwungen sind, durch Ghana, Togo und Benin zu reisen, bis sie Nigeria erreichen, eines der wenigen Länder, die bereit sind, Flüchtlinge aufzunehmen. Das Adventistische Entwicklungs- und Hilfswerk (ADRA) kümmert sich um die Bedürfnisse Tausender nigerianischer Flüchtlinge, da viele von ihnen nur kleine Portionen Reis erhalten haben, um sich selbst zu versorgen.

Die ADRA-Maßnahme, die sich auf die Stadt Iwo im Bundesstaat Osun konzentriert, wird mehr als 400 Familien (1.740 Personen) mit Nahrungsmitteln für zwei Wochen versorgen. Die Lebensmittelkörbe enthalten Reis, schwarzäugige Bohnen, angereichertes Weizenmehl, angereicherte Semovita, Mais, Pflanzenöl und jodiertes Salz. In Abstimmung mit der örtlichen Regierung hat ADRA die bedürftigsten Familien in der Gemeinde ermittelt, wobei Familien mit Kindern als Hauptbegünstigte Vorrang haben.

Viele der Flüchtlinge, die nach Nigeria geflohen sind, hatten nur wenig oder gar nichts bei sich, manche hatten nur die Kleider auf dem Rücken. Da zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung noch keine Flüchtlingslager eingerichtet worden sind, haben die meisten Einheimischen bei Verwandten, Freunden und Fremden Unterschlupf gefunden. Viele der Exilanten sind zwar ethnisch nigerianisch, haben aber noch nie einen Fuß in Nigeria gesetzt und hatten Schwierigkeiten, sich in die Gemeinschaften einzufügen und sich an die fremde Sprache zu gewöhnen.

Seit Anfang April sind Tausende von nigerianischen Flüchtlingen in Busladungen in das Land gekommen. Jüngsten Berichten der Osun State Broadcasting Corporation zufolge waren mehr als 70% der Ankömmlinge Frauen, von denen viele schwanger sind. Nach Angaben von ADRA Nigeria befinden sich unter der großen Zahl von Frauen auch zahlreiche Kinder und ältere Menschen, die die Grenze passieren. Mitte Mai meldete die Regierung des Bundesstaates Osun, dass die Stadt Iwo 10.000 Flüchtlinge registriert hat.

Neben der Verteilung von Nahrungsmitteln durch ADRA prüft die Organisation auch den zukünftigen Bedarf, da viele der Neuankömmlinge den Wunsch geäußert haben, sich dauerhaft in Iwo niederzulassen. Je nach Entwicklung der ADRA-Maßnahmen werden wir weitere Informationen zur Verfügung stellen.

Das ADRA-Regionalbüro für Afrika und ADRA International haben diese Maßnahme finanziert.

Wenn Sie die humanitäre Arbeit von ADRA unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an ADRA unter 1.800.424.ADRA (2372) oder spenden Sie online unter www.adra.org.