Liebe ernährt ihre Kinder nicht

Leticia liebt ihre Kinder.

Aber so hart sie auch arbeitet, sie sind immer hungrig.

Der Hunger, den die Kinder von Leticia erleben, ist die Art von Hunger, die einem nicht nur die Energie raubt, sondern auch die Zukunft.

Ohne Unterstützung befürchtet sie, dass ihre Kinder Opfer der Armut werden könnten, in die sie hineingeboren wurden.

Leticia ist eine hart arbeitende alleinerziehende Mutter. Sie liebt ihre beiden kleinen Kinder und kümmert sich liebevoll um ihre beiden älteren Eltern, die mit ihr zu Hause leben.

Aber ihre Liebe nährt sie nicht.

Und in dem trockenen Korridor von Honduras tut es auch ihr Garten nicht. Es gibt selten genug Regen, um ertragreiche Pflanzen anzubauen.

Deshalb arbeitet Leticia auch als Kellnerin in einem nahegelegenen Restaurant und bringt gerade einmal $40 pro Woche nach Hause.

Können Sie sich das vorstellen? Sie lächeln höflich, während Sie das Essen servieren, und wissen, dass bei Ihrer Rückkehr nach Hause kein Essen auf Ihrem eigenen Tisch stehen wird.

“Meine Kinder haben nie genug zu essen”, sagt Leticia. Wenn eine Mutter so etwas sagt, weiß man, dass sie noch weniger isst als das, was sie ihren Kleinen geben kann.

Jede Woche muss sie sich entscheiden, welche Rechnung sie nicht bezahlen will, damit ihre Familie mehr als einmal am Tag essen kann, oder welche Mahlzeit sie mit ein wenig mehr Reis oder Mehl strecken kann.

Es gibt nie genug.

Bei einer so schlechten Ernährung ist es kein Wunder, dass ihre Kinder oft krank sind. Aber sie gehen nie in die örtliche Klinik, weil Leticia kein zusätzliches Geld hat, um zu bezahlen.

Eines Tages werden ihre kostbaren Kinder dringend medizinische Hilfe benötigen, und Leticias Fürsorge wird nicht ausreichen. Was passiert dann?

Auch wenn sie schwierige Umstände zu bewältigen hat, fühlt sich diese unverwüstliche Mutter gesegnet.

Leticia wurde von ADRA-Freiwilligen in Honduras mit Lebensmitteln versorgt, und das dortige ADRA-Team zeigte ihr auch, wie sie mit dem Wenigen, das sie hat, Mahlzeiten zubereiten kann, die für ihre Kinder möglichst nahrhaft sind.

“Die Essensrationen sind das Beste, was mir passiert ist”, lächelt sie. “Das zweite ist das Wissen, das ich habe. Jetzt muss ich mir keine Sorgen mehr um meine Kinder und ihren Hunger machen.”