Indien: 3 Wege, wie die Mobile Schule einen Unterschied macht

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Von ADRA International
Veröffentlicht am 17. Juli 2023

In Indien hat ADRA Österreich ein innovatives Projekt ins Leben gerufen, um benachteiligten Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen. Berichten zufolge leben 21 Prozent der Kinder in Indien in extremer Armut. Um zu überleben, werden Kinder zur Kinderarbeit gezwungen und verdienen manchmal genauso viel wie ein Erwachsener, um ihre Familien zu unterstützen. Jüngere Kinder, die noch nicht arbeiten können, werden oft allein in den Dörfern zurückgelassen und können keine Schule besuchen. Die Familien kämpfen Tag für Tag ums Überleben. Bildung tritt oft in den Hintergrund gegenüber anderen lebensnotwendigen Dingen wie Nahrung und Wasser, für die das geringe Einkommen, das sie erzielen können, gerade ausreicht. ADRA hat es sich zum Ziel gesetzt, Kindern, die sonst möglicherweise keine Chance hätten, ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen, lebensverändernde Lernmöglichkeiten zu bieten. Wie? Indem ein Bus in eine voll funktionsfähige mobile Schule umgebaut wird und den Kindern dabei geholfen wird, sich eine andere Zukunft aufzubauen.

Sicherheitsbedenken ausräumen

Vor der Einführung dieses Programms gab es im Dorf eine besonders hohe Zahl von Kindern, die nicht zur Schule gingen, insbesondere solche über 11 Jahren. Dies lag an Sicherheitsbedenken vieler Eltern, ihre Kinder allein zur Schule gehen zu lassen. Die Straßen sind menschenleer und schmal und werden oft von rasenden Lastwagen mit schwerer Ladung befahren. Kinder, die alleine unterwegs sind, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, Opfer von Menschenhandel zu werden oder Schaden zu nehmen. Da das Leben ihrer Kinder auf dem Spiel stand, waren viele Eltern besorgt und hatten Angst vor den Gefahren, denen ihre Kinder ausgesetzt sein könnten, wenn sie zu Fuß zur Schule gingen.

Bildung direkt vor die Haustür bringen

Da die nächstgelegene Schule mehrere Kilometer entfernt ist, hat es sich die mobile Schule von ADRA zur Aufgabe gemacht, die Kinder aus ihrem Dorf abzuholen und zur nächstgelegenen öffentlichen Schule zu bringen, die den Kindern großzügigerweise ein Klassenzimmer zur Verfügung stellt. Neben der Beförderung vermittelt der mobile Schulbus eine Vielzahl grundlegender Fähigkeiten, die den Kindern den Übergang in das traditionelle Bildungssystem erleichtern können, darunter Lesen, Schreiben und einfache Mathematik. Die Kinder aus der Gemeinde können nun an Unterrichtseinheiten teilnehmen und aktiv mitwirken, wodurch sich ihnen die Türen zu einer Welt des Wissens öffnen, die ihnen zuvor verschlossen war.

Bekämpfung des Hungers und Überwachung der Fortschritte

Das Programm der mobilen Schule soll nicht nur die erfolgreiche Integration der Kinder in öffentliche Schulen fördern, sondern auch den Hunger bekämpfen. Viele Kinder im Dorf litten unter Mangelernährung, was zu Wachstumsstörungen und Entwicklungsproblemen führte. ADRA sorgt für eine Nachbetreuung, um die Fortschritte dieser Kinder zu beobachten und sicherzustellen, dass sie die für ihre allgemeine Entwicklung notwendige Unterstützung erhalten.

Ein Bekenntnis zur Stärkung der Eigenverantwortung

Auch wenn die Lebensbedingungen im Dorf weiterhin schwierig sind, bleibt ADRA seinem unerschütterlichen Engagement für die Förderung der Kinder treu. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir diesen jungen Menschen die grundlegenden Fähigkeiten und Kenntnisse vermitteln müssen, die für ihren schulischen Fortschritt notwendig sind. Das Projekt der mobilen Schule bietet nicht nur ein sicheres und inklusives Lernumfeld, sondern weckt in den Herzen dieser Kinder auch Hoffnung und die Zuversicht, dass alles möglich ist.

*Herausgegeben von der Adventist Development and Relief Agency (ADRA), dem humanitären Hilfswerk der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Erfahren Sie mehr über ADRA.

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