Lebensmittel für vertriebene Familien

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Von ADRA International
Published Juni 17, 2011

Brasilien: ADRA ernährt von Überschwemmungen vertriebene Familien

SILVER SPRING, MD. – Mehrtägige heftige Regenfälle im nördlichen brasilianischen Bundesstaat Roraima haben zu schweren Überschwemmungen geführt, woraufhin der brasilianische Zivilschutz in sieben Städten den Notstand ausgerufen hat. Mehr als 355.000 Menschen sind von der Flutkatastrophe betroffen, durch die Zehntausende Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Die Adventistische Entwicklungs- und Hilfsorganisation (ADRA) kümmert sich um die humanitären Bedürfnisse der Flutopfer und versorgt sie mit dringend benötigten Lebensmittelrationen.

In Zusammenarbeit mit dem staatlichen Zivilschutz und den lokalen Behörden versorgt ADRA Brasilien mindestens 321 Haushalte (1.600 Personen) in Boa Vista und den umliegenden Städten im Bundesstaat Roraima mit Lebensmittelrationen. Jede Lebensmittelration besteht aus Reis, Bohnen, Pflanzenöl, Maniokmehl, Salz, Zucker, Nudeln und Tomatensoße. Die Aktion geht auf ein Ersuchen des brasilianischen Zivilschutzes zurück, um den vertriebenen Familien in den am stärksten betroffenen Gebieten zu helfen, und wird 30 Tage lang andauern.

Nach tagelangen heftigen Regenfällen ist der Fluss Rio Branco fast 11 Meter über den normalen Pegel angestiegen. Nach Angaben des staatlichen Zivilschutzes und der lokalen Regierungsbehörden sind 79% der Bevölkerung in 14 der 15 Gemeinden von Roraima von den Überschwemmungen betroffen. Mehr als 40 000 Menschen, die durch die Überschwemmungen vertrieben wurden, haben bei Freunden oder Familienangehörigen Zuflucht gesucht, und Tausende von Menschen sind immer noch auf der Suche nach einer Unterkunft.

Eine der größten Herausforderungen ist derzeit der Mangel an Treibstoff für die Stromversorgung, da in den Städten überwiegend Diesel verwendet wird. Berichten zufolge reicht der Treibstoff in den Stromsystemen nur für sieben Tage, bevor er ganz ausgeht.

Aufgrund der Überschwemmungen wurden zahlreiche Straßen gesperrt, so dass zahllose Menschen nicht mehr zu Hause sind und wichtige öffentliche Einrichtungen nur schwer erreichen können. Berichten zufolge können mehr als 36 000 Schüler nicht zur Schule gehen, bis das Hochwasser zurückgegangen ist und wieder Normalität eingekehrt ist. Viele sind skeptisch, dass es zu großen Fortschritten kommen wird, da die Regenzeit gerade erst begonnen hat und bis August andauern wird.

ADRA International, ADRA in Südamerika und die lokale Union der Kirchen des Siebenten-Tags-Adventismus finanzieren diese Maßnahme.

*Herausgegeben von der Adventist Development and Relief Agency (ADRA), dem humanitären Hilfswerk der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Erfahren Sie mehr über ADRA.

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