
SILVER SPRING, MD (16. Dezember 2024) - Das Adventistische Entwicklungs- und Hilfswerk (ADRA) verstärkt seine Nothilfe im gesamten Nahen Osten, wo anhaltende politische Veränderungen und fragile Waffenstillstände gefährdete Gemeinschaften treffen. Die Region hat weiterhin mit schweren humanitären Krisen zu kämpfen, bei denen Tausende von Menschen ums Leben gekommen sind und viele andere, insbesondere Frauen und Kinder, betroffen sind.



Seit der Eskalation des Konflikts sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen und der lokalen Behörden mehr als 12 Millionen Menschen vertrieben worden, und diese Zahl wird in den kommenden Monaten voraussichtlich noch steigen. ADRA ist federführend bei der Bereitstellung dringender humanitärer Hilfe, einschließlich Nahrungsmitteln, Unterkünften, Bildung und psychosozialer Unterstützung.
“ADRA arbeitet eng mit nationalen und internationalen Partnern zusammen, um eine koordinierte, effektive Reaktion auf die wachsende humanitäre Krise im Nahen Osten zu gewährleisten. Der Konflikt, der durch die anhaltende Wirtschaftskrise in der Region noch verschärft wird, belastet die Grundversorgung erheblich und verschärft die Bedürfnisse von bedürftigen Familien, Kindern und Einzelpersonen. Angesichts der nahenden Wintermonate ist ADRA weiterhin bestrebt, sowohl Soforthilfe als auch langfristige Wiederaufbauhilfe zu leisten, um den Gemeinden beim Überleben und beim Wiederaufbau ihres Lebens zu helfen”, sagt Nagi Khalil, ADRA-Länderdirektor. “Wir konzentrieren uns auf den Wiederaufbau von Unterkünften, die Verteilung von Grundnahrungsmitteln und Wasser sowie auf Schutzmaßnahmen und bleiben dabei flexibel, um unsere Maßnahmen an die sich verändernde Situation anzupassen.”
Humanitäre Krise im Überblick
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) benötigen mehr als 16 Millionen Menschen in der Region dringend humanitäre Hilfe und Schutz. Die Kombination aus anhaltenden Konflikten und den jüngsten Naturkatastrophen hat die ohnehin schon schwachen Gemeinschaften weiter erschüttert und sie an den Rand des Abgrunds getrieben. Die Krise ist besonders schlimm, da kritische Bereiche wie Bildung, Gesundheitsversorgung und Wasserinfrastruktur schwer beschädigt sind, was die Gefährdung der betroffenen Bevölkerung noch verschlimmert.


Wichtige Statistiken:
- Interne Verdrängung: Fast 1,5 Millionen Menschen sind Binnenvertriebene, darunter 95.000 Flüchtlinge, die aus anderen Regionen in den Libanon geflohen sind.
- Schulen: Über 7.000 Schulen wurden zerstört oder beschädigt, und mehr als 1.300 Schulen wurden aufgrund von Unsicherheit und Zerstörung geschlossen, so dass Millionen von Kindern keinen Zugang zu Bildung haben.
- Gesundheitswesen: Mehr als 133 Kliniken und Krankenhäuser wurden beschädigt oder zerstört, und mehr als 40% der Gesundheitseinrichtungen in der Region sind nicht funktionsfähig, so dass Millionen Menschen ohne grundlegende medizinische Versorgung dastehen.
- Wasser und sanitäre Einrichtungen: 36 Wasserversorgungsanlagen wurden beschädigt, wovon fast eine halbe Million Einwohner betroffen sind, während 13 Millionen Menschen dringend Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygienediensten benötigen.
- Unterschlupf: Nahezu 200.000 Menschen leben in 1.173 überfüllten Unterkünften, von denen viele voll ausgelastet sind. Darüber hinaus sind 473.000 Menschen in die betroffenen Gebiete gekommen und benötigen dringend Unterkünfte, Nahrungsmittel und Hygieneartikel.
- Flüchtlinge: Über 5 Millionen Flüchtlinge aus dem Nahen Osten halten sich derzeit in Nachbarländern wie dem Libanon, der Türkei und Jordanien auf, was die regionalen Ressourcen weiter belastet.
Wichtige Statistiken:
- Interne Verdrängung: Fast 1,5 Millionen Menschen sind Binnenvertriebene, darunter 95.000 Flüchtlinge, die aus anderen Regionen in den Libanon geflohen sind.
- Schulen: Über 7.000 Schulen wurden zerstört oder beschädigt, und mehr als 1.300 Schulen wurden aufgrund von Unsicherheit und Zerstörung geschlossen, so dass Millionen von Kindern keinen Zugang zu Bildung haben.
- Gesundheitswesen: Mehr als 133 Kliniken und Krankenhäuser wurden beschädigt oder zerstört, und mehr als 40% der Gesundheitseinrichtungen in der Region sind nicht funktionsfähig, so dass Millionen Menschen ohne grundlegende medizinische Versorgung dastehen.
- Wasser und sanitäre Einrichtungen: 36 Wasserversorgungsanlagen wurden beschädigt, wovon fast eine halbe Million Einwohner betroffen sind, während 13 Millionen Menschen dringend Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygienediensten benötigen.
- Unterschlupf: Nahezu 200.000 Menschen leben in 1.173 überfüllten Unterkünften, von denen viele voll ausgelastet sind. Darüber hinaus sind 473.000 Menschen in die betroffenen Gebiete gekommen und benötigen dringend Unterkünfte, Nahrungsmittel und Hygieneartikel.
- Flüchtlinge: Über 5 Millionen Flüchtlinge aus dem Nahen Osten halten sich derzeit in Nachbarländern wie dem Libanon, der Türkei und Jordanien auf, was die regionalen Ressourcen weiter belastet.
Es wird erwartet, dass diese Zahlen mit der Verschärfung der Krise noch steigen werden, was die dringende Notwendigkeit koordinierter humanitärer Bemühungen unterstreicht, um die eskalierenden Bedürfnisse der vertriebenen Bevölkerung und der betroffenen Gemeinschaften zu erfüllen.
Die Reaktion von ADRA im Nahen Osten
ADRA ist seit mehr als 20 Jahren im Nahen Osten präsent und leistet seit den verheerenden Erdbeben von 2023 lebensrettende Hilfe für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Trotz der jüngsten Sicherheitsbedenken und der vorübergehenden Aussetzung von Maßnahmen in einigen Regionen aufgrund politischer Veränderungen weitet ADRA seine Bemühungen aus. Die globale Organisation arbeitet weiterhin mit humanitären Partnern zusammen, um die dringendsten Bedürfnisse der Binnenvertriebenen und der betroffenen Gemeinschaften zu erfüllen, und konzentriert sich dabei auf Ernährungssicherheit, Unterkünfte, Gesundheitsversorgung, Bildung, Wasser und psychosoziale Unterstützung.

Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören:
Nahrungsmittelhilfe und Unterstützung für den Lebensunterhalt


- Nahrungsmittelhilfe: Verteilung von Nahrungsmitteln an Notunterkünfte, einschließlich Gotteshäuser und Schulen, die vertriebene Familien aufnehmen.
- Elektronische Lebensmittelgutscheine: Bereitstellung von E-Cards, mit denen besonders schutzbedürftige Personen - wie ältere Menschen, Schwangere, Kinder unter fünf Jahren und Menschen mit Behinderungen - Lebensmittel kaufen können, die auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
- Warme Mahlzeiten: Lieferung von Lebensmitteln und Materialien für warme Mahlzeiten in lokalen Küchen für bedürftige Familien.
Instandsetzung von Unterkünften und Infrastruktur

- Sanierung von Unterkünften: Notwendige Reparaturen in den Unterkünften, Verbesserung der Lebensbedingungen und Verhinderung des Ausbruchs von Krankheiten.
- Bargeld für kleinere Reparaturen: Bargeldhilfe für Familien, um beschädigte Häuser zu reparieren und ihre Erholung zu unterstützen.
- Restaurierung von Gemeinschaftsküchen: Insbesondere in Gemeinschaftsunterkünften, die von Frauen geführten Haushalten und Menschen mit Behinderungen zugute kommen.
Bildung und psychosoziale Unterstützung



- Pädagogische Unterstützung: Verteilung von Schulbüchern, Uniformen und Bildungspaketen für vertriebene Kinder sowie Zugang zu nicht-formaler Bildung, um die Rückkehr zur Schule zu fördern.
- Schulische Rehabilitation: Wiederherstellung der beschädigten Schulinfrastruktur und Bereitstellung von Lehrmaterial.
- Ausbildung von Lehrern: Programme zum Kapazitätsaufbau für Lehrer mit Schwerpunkt auf psychosozialer Unterstützung und der Schaffung eines integrativen Lernumfelds.
- Unterstützung für Kinder mit Behinderungen: Verteilung von Hilfsmitteln wie Hörgeräten und Lehrerausbildung zur Förderung der integrativen Bildung.
- Nicht-formale Bildung: Nachhilfeunterricht für Kinder, die in der Schule zurückgeblieben sind oder die Schule verlassen haben, um sie wieder in die formale Bildung zu integrieren.
- Unterstützung bei der Freizeitgestaltung und psychischen Gesundheit: Psychosoziale Dienste, einschließlich Freizeitaktivitäten für Kinder und mentale Wellness-Sitzungen für Eltern.

Überwinterung und Notfallhilfe

- Überwinterungs-Kits: Verteilung von Decken, warmer Kleidung und anderen Materialien, um Familien zu helfen, mit den harten Winterbedingungen zurechtzukommen, insbesondere solchen mit Kindern oder Erwachsenen mit besonderen Bedürfnissen.
- Mehrzweck-Bargeldhilfe: Bereitstellung von Mitteln zur Deckung des unmittelbaren Bedarfs an Unterkünften, Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern für Familien.
Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH)


- Sanierung des Wassernetzes: Installation von solarbetriebenen Pumpstationen und Hochwassertanks, die über 500 Menschen in den betroffenen Gebieten Zugang zu sauberem Wasser verschaffen.
- Hygiene-Kits: Lieferung von Hygieneartikeln an Notunterkünfte, Schulen und Einrichtungen, die vertriebene Familien aufnehmen.

Aufruf zum Handeln
Der Bedarf an humanitärer Hilfe im Nahen Osten ist überwältigend, doch angesichts dieser immensen Herausforderungen bleibt ADRA in seinem Engagement unerschütterlich. Mit Gerechtigkeit, Mitgefühl und Liebe steht ADRA den Gemeinschaften zur Seite, die darum kämpfen, die verheerenden Auswirkungen der aktuellen Krise zu überwinden.

ADRA ist auf die Großzügigkeit und Solidarität von Menschen in aller Welt angewiesen. Ein kleiner Beitrag kann die Hoffnung geben, die eine Familie zum Überleben braucht. Klicken Sie auf hier um eine lebensverändernde Spende für die Arbeit von ADRA im Nahen Osten und in der ganzen Welt zu leisten.
“ADRA ist bestrebt, denjenigen zu helfen, die von der derzeitigen Situation am meisten betroffen sind. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch unsere Spender, die es uns ermöglichen, lebenswichtige Hilfe für Gemeinden in verzweifelter Not zu leisten. Bitte denken Sie an die Menschen im Nahen Osten und beten Sie für sie, während wir sie auf ihrem Weg des Wiederaufbaus begleiten”, sagt Kelly Dowling, Emergency Response Program Manager bei ADRA International.