Treffen mit Martha
Martha hatte wenig Hoffnung, als sie eine Pflanze nach der anderen in ihrem Garten verdorren und sterben sah. Das bedeutete, dass sie keine Nahrung für ihren Mann und ihre drei Kinder hatte und keine Produkte verkaufen konnte.
Als die Dürre in Kenia Jahr für Jahr ihre Ernte vernichtete, hatte Martha nicht mehr das Geld, neues Saatgut zu kaufen. Sie sammelte Brennholz, um es zu verkaufen. Sie versuchte sogar, Wasser zu verkaufen, das sie eimerweise zur örtlichen High School trug. Es war nicht genug. Mehr als ein Jahrzehnt lang konnte ihre Familie in ihrem Ein-Zimmer-Haus kaum überleben.
Dann kam ADRA in ihr Dorf. Sie boten an, den Menschen beizubringen, wie sie auch bei Wasserknappheit Lebensmittel anbauen können. Die Programmkoordinatoren wandten sich an Familien mit einem Einkommen von weniger als $2 pro Tag, an Menschen mit körperlichen Behinderungen und an alleinstehende Mütter.
Martha trat dem von ADRA gegründeten Bauernverband bei. Sie erhielt ein Gewächshaus und Saatgut und lernte, wie man eine Vielzahl von Obst und Gemüse anbaut. Die Pflanzen gediehen dank der neuen Anbautechniken, die sie erlernte. Es gab genug Nahrung, um ihre Familie zu ernähren und an andere zu verkaufen.
Jetzt bin ich in der Lage, meine Familie zu unterstützen und etwas an meine Gemeinschaft zurückzugeben. Ich kann mich selbst versorgen; ich bin nicht mehr auf andere angewiesen. Ich komme jetzt gut mit meinem Leben zurecht.”
Sie baut Tomaten, Zwiebeln, Grünkohl, Spinat und Wassermelone an.. Sie kaufte sogar mehr Land und pflanzte 45 Mangobäume um ihr Haus herum.
Ich weiß, wie man einen trockenen Garten bewässert und das Beste aus einer kleinen Wasserquelle herausholt”, sagt Martha.
Sie behält diese Informationen nicht für sich. Sie weiß, wie wertvoll der Zugang zu Lebensmitteln ist, also schult sie andere in ihrer Gemeinde.
Die meisten meiner Nachbarn haben jetzt Nutzgärten. Sie haben nahrhafte Lebensmittel zu essen. Ich gebe von meinem eigenen Haus aus Kurse.”
Dieses Haus ist jetzt ein Haus mit drei Schlafzimmern, das sie mit ihrem Ersparten bezahlt hat. ADRA hat Martha beigebracht, wie sie ihr Geld einteilen und sparen kann. Sie hat diese Ersparnisse auch genutzt, um Unternehmerin zu werden. Sie hat einen kleinen Laden eröffnet, in dem sie Snacks und Tee verkauft. Außerdem hat sie Stühle gekauft, die ihre Söhne für Veranstaltungen in ihrem Dorf vermieten.
Martha weiß, dass ihr Leben ganz anders aussehen könnte. Sie glaubt, dass sie sich ohne die Ausbildung und Ausrüstung von ADRA gezwungen gesehen hätte, zu illegalen Mitteln zu greifen, um zu überleben.
Stattdessen ist Martha ein Vorbild für ihre Gemeinschaft.