Niemand ist gerne hungrig. Aber wenn man Hunger hat, ist es ein großer Unterschied, ob man genau weiß, wann man seine nächste Mahlzeit bekommt, oder ob man nicht weiß, wann man etwas zu essen bekommen wird. Beatrice und ihre Familie, die in Kenia leben, erleben echten Hunger. Echter Hunger zehrt an den Kräften, kann aber auch die Zukunft rauben. Wenn die Menschen nicht genug zu essen haben, leiden sie bis zur Verzweiflung, und was als Hungerstreik beginnt, kann in einer Tragödie enden. Beatrice und ihr Mann sind Bauern in Kenia. Da es seit zwei Jahren keine nennenswerten Niederschläge mehr gegeben hat, sind ihre Ernten ausgefallen.

Im Umkreis von mehreren hundert Kilometern um ihre Gemeinde sind die Felder zu staubigem, braunem Ödland geworden. Und während das Land unter dem trockenen Himmel weiter schmort, sieht Beatrice, wie immer mehr Menschen in ihrer Gemeinde an Hunger sterben. Obwohl Beatrice und ihr Mann ihre Kinder lieben und so hart wie möglich arbeiten, um sie zu versorgen, sind die Kinder immer hungrig - und sie können nicht anders, als sich zu fragen: Werden sie die nächsten sein, die sterben müssen? Es kann ein verzweifeltes Gefühl für eine Mutter sein, wenn sie ihre Familie nicht richtig ernähren kann - und wegen der schweren Dürre ist das für Beatrice und andere wie sie die meiste Zeit der Fall. 

Beatrice ist jeden Tag zu Hause, um sich um die Kinder zu kümmern und den Haushalt zu führen. Ihr Mann macht sich jeden Morgen früh auf den Weg, um im nächstgelegenen Dorf Gelegenheitsjobs zu suchen - irgendetwas, das auch nur ein bisschen Geld einbringt. An manchen Tagen verdient er den Gegenwert von $3. An anderen Tagen verdient er gar nichts. Das bedeutet, dass ihre Kinder an den meisten Tagen hungrig zur Schule gehen. An den Tagen, an denen ihr Mann einen Job findet und ein wenig Geld verdient, kauft Beatrice Lebensmittel ein und kocht für ihre Familie.

Die Reste heben sie für das Frühstück am nächsten Tag auf. Beatrice' Familie - und so viele andere in den von Dürre und Hunger betroffenen Gebieten - können so nicht weitermachen. Der Mangel an nahrhaften Lebensmitteln kann verheerende Folgen haben, insbesondere für Kinder. Aufgrund der schlechten Ernährung ist die Wahrscheinlichkeit, dass Beatrice' Kinder krank werden, sehr viel größer. Da ihre Körper schwächer werden, sind sie nicht in der Lage, sich gegen Krankheiten zu wehren. Da sie aber kein Geld haben, können sich Beatrice und ihr Mann keine medizinische Hilfe leisten - weder im Krankenhaus noch in der örtlichen Klinik, nicht einmal einfache Medikamente, die über Leben und Tod entscheiden könnten. 

Für Menschen wie Beatrice und ihre Familie ist ADRA da. ADRA hat es sich zur Aufgabe gemacht, lebensverändernde Hilfe zu leisten, die Menschen wie Beatrice brauchen. Es ist mehr als nur Nahrung, es ist Hoffnung und eine Zukunft. Es ist ein weltveränderndes Echo der Worte aus Johannes 10:10: “Leben und Leben in Fülle”. Während der Schatten der Pandemie über unserer Welt liegt, nehmen Leid und Armut wieder zu. Immer mehr Familien hungern. Immer mehr Menschen haben Durst und trinken schmutziges Wasser. Mehr Mütter haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung für ihre Kinder. Mehr Eltern können nicht arbeiten oder produktiv wirtschaften. Und mehr Kinder gehen nicht zur Schule. Die Notwendigkeit für uns, weiterhin zu dienen - den Fußstapfen Jesu zu folgen, der sich mit offenen Armen und Herzen für ’die Geringsten unter ihnen“ einsetzt - ist heute größer denn je. Indem wir uns in jedem Winkel der Welt um Gerechtigkeit, Mitgefühl und Liebe bemühen, können wir sicherstellen, dass Menschen wie Beatrice und ihre Kinder gesund und glücklich in eine bessere Zukunft hineinwachsen können.

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Über ADRA

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