
SILVER SPRING, MD (13. Juni 2024) - Das Adventistische Entwicklungs- und Hilfswerk (ADRA) beobachtet die anhaltende und schwere Hitzewelle, von der Millionen Menschen in Indien betroffen sind. Die Organisation ist bereit, lebensrettende Hilfe für Familien zu leisten, die von der längsten Hitzewelle betroffen sind, die Indien je erlebt hat, mit sengenden Temperaturen von durchschnittlich 104 bis 112 Grad Celsius.
Da die Monsunregenfälle hinter den normalen Werten zurückbleiben, werden die Auswirkungen der Dürre akut und führen zu Ernteausfällen, Wasserknappheit und wirtschaftlicher Not für Landwirte und ländliche Gemeinschaften. Nach Angaben des Indian Meteorological Department (IMD) wird eine Abschwächung der El-Nino-Bedingungen voraussichtlich zu einer Zunahme der Hitzewellen im ganzen Land im Zeitraum April-Juni führen. Regionen wie Madhya Pradesh, Gujarat und Bihar werden voraussichtlich längere Perioden intensiver Hitze erleben.
“Als Ergebnis der Bedarfsanalyse von ADRA International führen wir Maßnahmen durch, um die Ernährungssicherheit und die Existenzsicherung der betroffenen Bevölkerung durch bedingungslose Geldtransfers an 280 Haushalte zu verbessern. Darüber hinaus verbessern wir die Kapazitäten der Notunterkünfte, indem wir ihnen wichtige Hilfsmittel wie sauberes Wasser, Ventilatoren und Trinkpäckchen zur Verfügung stellen, um sie besser für die Herausforderungen der Hitzewellen zu wappnen”, sagt Elizabeth Tomenko, Leiterin des Notfallprogramms von ADRA.

Die indische Regierung ergreift Sofortmaßnahmen, um die Auswirkungen der sich verschärfenden Dürre abzumildern. Der Premierminister hat Richtlinien erlassen, um sich auf die bevorstehende Hitzewelle vorzubereiten. Die Regierung betont die Bereitschaft des Gesundheitswesens und die rechtzeitige Verbreitung von Informationen in den Regionalsprachen über Fernsehen, Radio und soziale Medien, um das öffentliche Bewusstsein und die Fähigkeiten zur Waldbrandbekämpfung zu verbessern.
Tragischerweise hat die unerbittliche Hitze fast 100 Menschenleben gekostet und Hunderte von hitzebedingten Krankheiten verursacht. Außerdem wurden fast 9 800 Waldbrandwarnungen registriert, was die Krise noch verschärft.

Die Regierung der Europäischen Union hat den Obersten Gerichtshof davon in Kenntnis gesetzt, dass die Wahlkommission Mittel in Höhe von 18 171,44 Mio. Rupien zur Bekämpfung der Dürre in Karnataka genehmigt hat. Mit dieser raschen Maßnahme wird sichergestellt, dass Karnataka angesichts der erheblichen Ernteschäden die dringend benötigte finanzielle Unterstützung erhält.
ADRA engagiert sich weiterhin und arbeitet unermüdlich daran, das Leid zu lindern und die Widerstandsfähigkeit der von der verheerenden Hitze betroffenen Gemeinden zu fördern.